Metamorphose.

Wie Besuchern dieser Seite zwangsläufig auffallen musste,
ist unsere ohnehin miserable web-präsenz nun völlig dahingesiecht,
war sie nicht schon dahin gehend bestimmt?!
Das „Projekt“ der A.L.K, aber bitte in eckigen Klammern gesetzt, zum scheitern verurteilt?!
Nein.
Aber diesen Zustand länger aufrecht zu erhalten.
Nein!
Jeder mit einem mindest Maß an Reflexionsvermögen,
muss sich eingestehen, dass Kitzingen keine Antifaschistische Linke verdient,
und in dieser Form auch beim besten Willen nicht braucht.
Und so werden wir aufhören, wie wir anfingen,
uns zu höherem stilisierend, nach etwas anderem strebend
und Kitzingen noch genau so hassend, wie zuvor.

abbbb

Den kaum noch vorhandenen Besuchern möchte ich noch diesen Sticker von „uns“ widmen, der leider nie wirklich die Kitzinger, oder igrendeine andere Öffentlichkeit erreichte,
da er wohl immer noch bei einem Genossen verpackt im Karton weilt ;-)

P.S: Die seite wird noch eine Weile online bleiben um nicht zuletzt als Link-liste zu Fungieren.

Antinationale Herbstveranstaltungen

Wir wollen auf die von der Gruppe exIL veranstalteten antinationalen Festlichkeiten 2009 aufmerksam machen und hoffen das wir viele von euch bei den Veranstaltungen begrüßen dürfen.

Aufruf des Infoladen Kitzingens

Vom Mordkollektiv…
Am 8. Mai 1945 endete ein an Grausamkeit noch nie gesehenes Kapitel in der Geschichte mit dem Sieg der Alliierten über Deutschland.
Für die verfolgten Menschen in Europa bedeutete die militärische Zerschlagung Deutschlands Befreiung von der deutschen Barbarei, für die verbliebenen Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti, so genannte Behinderte, Homosexuelle und NS- Gegner bedeutete der Tag Befreiung
und die Gewissheit, dem Tode entkommen zu sein.
Sechs Mio. Jüdinnen und Juden wurden von der deutschen „Volksgemeinschaft“ industriell vernichtet.
Alleine in Kitzingen wurden am 21. März 1942 76 Jüdinnen und Juden verschleppt und in das Konzentrationslager von Izbica deportiert, weitere 19 wurden am 21. September in das Ghetto in Theresienstadt verschickt. Niemand kehrte je davon zurück. [1]
Dem Vernichtungskrieg der Deutschen fielen mehr als 40 Millionen Menschen zum Opfer.

Dennoch fühlten sich die meisten Deutschen nicht befreit, sondern besiegt. Sie hatten sich am Morden an den Fronten beteiligt, in den Konzentrationslagern gemordet und den von den Deutschen lange Hand geplanten Mord in den „Vernichtungsfabriken“ mit gestützt, ZwangsarbeiterInnen beschäftigt, kommunistische NachbarInnen denunziert und viele weitere Verbrechen begangen, ohne scheinbar jemals ein Unrechtsbewusstsein zu entwickeln oder verspürt zu haben. Sie bildeten die jubelnde Mehrheit der Deutschen, ohne die der Nationalsozialismus nicht möglich gewesen wäre. Der Kitt für diesen Wahn war die deutsche Ideologie, in ihrer besonders radikalen Ausprägung.

… und seiner Ideologie.
Die/der deutsche Ideologie/Wahn [2] fand weder im Nationalsozialismus ihren Anfang noch nach diesem ihr Ende. Vielmehr entstand sie im 19. Jahrhundert in einer klaren Abgrenzung zu den Werten der Aufklärung. Mit dem Entstehen des Kapitalismus wurde ein großer Nationalstaat erforderlich, um der kapitalistischen Verwertungslogik aus Staat und Nation bestehend, einen Rahmen zu geben. Die Existenz eines großen Nationalstaates erforderte aber auch eine besondere Form der Ideologie.
So ist Ablehnung bürgerlicher Ideale, wie sie in den Vereinigten Staaten und Frankreich eingefordert wurden und die nur mäßige bürgerliche Revolution sind deutliche Anzeichen für die Besonderheit der deutschen Nation, in der sich die Verschmelzung von Nation, Staat und Gesellschaft besonders radikal vollzog.
Der Nationalsozialismus versuchte, die gegensätzlichen Interessen die durch die kapitalistische Logik bedingt sind, durch einen verkürzten Antikapitalismus und
Anti-Semitismus, unter dem Dach der Volksgemeinschaft zu vereinen.
Die Aufhebung des Widerspruchs des Glücksversprechens und dessen nicht-Realisierbarkeit in der Volksgemeinschaft hatten die Folge, dass das Bewahren einer gewissen Individualität diese Erinnerung an das Glücksversprechen erneut ins Gedächtnis rief was wiederum den Hass des Kollektivs auf die außen stehenden Subjekte erzeugte [3] zwangsläufig wurde ein Feindbild geschaffen, welches die Juden als „raffend“, „hinterlistig“ und als „bolschewistisch“ titulierte, die tüchtigen Deutschen als „schaffend“ biologisierte. Durch diese Biologisierung einer „Rasse“ wurde der Anti-semitismus zum Selbstzweck, was bedeutet das der Vernichtung der Juden keine Funktion innerhalb der kapitalistischen Verwertungslogik zukommt, sie war sich selbst Zweck. Ausrottung der Ausrottung willen.

Auschwitz zwang den Menschen einen neuen kategorischen Imperativ auf, ihr denken und handeln so einzurichten, dass Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts ähnliches geschehe. [4]
Auf geopolitischer Ebene wurde der Holocaust allerdings zur Rechtfertigung deutscher Großmachtpolitik funktionalisiert. So führte Deutschland bereits 1998 einen Angriffskrieg gegen Jugoslawien und das nicht trotz sondern wegen Auschwitz, so die verquere Argumentation.

„…aber Israel!“
Spricht man von der Vernichtung der Juden, der Shoa, muss man auch vom Staat der überlebenden der Shoa sprechen: Israel! , der zu einer historischen Notwendigkeit geworden ist – nicht aufgrund seines Charakters als Nationalstaat, sondern als Selbstverteidigungsoption und Schutzraum gegen Anti-semitInnen.

Wenn der moderne Anti-Semitismus also letztlich auf der Form kapitalistischer und national-staatlicher Vergesellschaftung basiert, dann werden seine Vernichtungspotenziale solange bestehen, so lange seine Vergesellschaftung besteht – und solange ist die Existenz des Staates Israel eine Notwendigkeit. Ein verlorener Krieg unter heutigen Bedingungen in Nahost heißt für die dort ansässigen Jüdinnen und Juden abermalige Vertreibung und schlimmstenfalls die Vernichtung. Doch gerade dass ist es, was sich momentan durch die Islamische Republik des Iran, (der Hisbollah, der Hamas oder anderen höchst anti-semitischen Organisationen) manifestiert, die offen mit der Vernichtung Israels droht, deren wichtigster westlicher Handelspartner ausgerechnet Deutschland ist. [5]

Die Verteidigung des israelischen Existenzrechts, liefert hingegen immer wieder Vorwand für antisemitische Manifestationen, die in Deutschland auf Zustimmung breiter Teile der Bevölkerung treffen. Die weit verbreitete Aussage, Juden hätten zu viel Einfluss, halluziniert eine „jüdische Übermacht“ im Verborgenen und steht in der langen Tradition antisemitischer Verschwörungstheorien. Diese Vorurteile sind gekoppelt mit einer Schuldabwehr von Deutschen die sich als „die echten Opfer“ begreifen, denen noch immer nicht verziehen wurde. Solch sekundärer Antisemitismus ist in Deutschland noch viel weiter verbreitet, über 60 Prozent der Deutschen ärgern sich darüber, dass „den Deutschen auch heute noch die Verbrechen an den Juden vorgehalten“ werden. [6]
Für uns bleibt es dabei, es darf keinen Schlussstrich geben.

…es muss um mehr gehen, als Sonnenschein
Gerade in diesem Jahr, dem „Superwahljahr“ und den Festlichkeiten zu 20 Jahre Mauerfall und 60 Jahre BRD ist es wichtig Deutschland zu zeigen, wo und wie man sich positioniert.
Dies gilt natürlich auch für die Krise in der weiterhin fleißig an den Staat appelliert wird,
anstatt das Glücksversprechen des Kapitalismus einzufordern!
Für uns kann es auch weiterhin kein richtiges Leben im Falschen geben[7]
Es gilt eine Gesellschaft ein zufordern, in dem die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist!

***

Wir wollen den diesjährigen 8.Mai nutzen, um den Sieg der Alliierten gebührend zu feiern.
Deshalb wird es einen Party-demonstrationszug durch Kitzingen geben.
Anschließend lassen wir den Tag beim Grillen und einer Soli-party für und mit dem Kitzinger Infoladen auf dem Platz hinter der Synagoge am Main ausklingen.
Kommt nach Kitzingen und sagt mit uns:
Spassibo, merci, thank you!

Infoladengruppe Kitzingen!

9. Mai Kitzingen

Wir die Antifaschistische Linke Kitzingen [A.L.K] unterstützen die Aktionen rund un den 9. Mai in Kitzingen, den Aufruf und beteiligen uns an der mobilisierung dazu.

Informationen findet ihr hier !!!

Seminar zu Staatsverständnis und -kritik in der Linken

Von hinten durch die Brust ins Auge
Oder: Die Linke und der Staat
Ein Wochenend-Seminar von Campus Antifa Ffm und Antifa [f]

Know Your Roots: Die Linke und der Staat
Einführung in die materialistische Staatstheorie
Staat und Politik
Kontrolle, Überwachung, Innere Sicherheit
Ideologien und Reaktionäres

Seit der Konjunktur des sogenannten Neoliberalismus insbesondere nach den weltwirtschaftlichen Umbrüchen der 1970er Jahre, galt (zumindest in den westlichen Industrienationen) wenigstens eines als sicher: Der Markt wird’s schon richten und der Staat hält sich am Besten raus. Mit dieser Logik wurden nicht nur immer mehr ehemals staatliche Aufgabengebiete der Wirtschaft zugeführt, auch die Art und Weise der Vergabe staatlicher Sozialleistungen hat eine grundsätzliche Veränderung erfahren. (mehr…)

FH Würzburg: Plakatwettbewerb für Teheran?

Am 06. und 07. Februar fand in der FH Würzburg die Ausstellung der Diplom-, Master-, und Semesterarbeiten im Bereich Gestaltung statt. Dabei wurden Plakate ausgestellt, die antisemitische und holocaustrelativierende Aussagen enthalten.
An die Kursleiterin ging folgende offene Email…

Betreff: FH Würzburg: holocaustrelativierende Aussagen auf öffentlich ausgestellten Plakaten

„Sehr geehrte Frau Nolte,
am 06. und 07. Februar wurden bei der Ausstellung der Diplom- Master- und Semesterarbeiten der FH Gestaltung Plakate zum Thema Gazakrieg/Israel ausgestellt. Die inakzeptable Aussagen, der in einem von Ihnen angebotenen Kurs entstanden Werke, orientieren sich an antisemitischen und holocaustrelativierenden Denkmustern.

Auf einem Plakat ist der Spruch „Nun hat auch Israel eine historische Schuld“ zu lesen. Diese Aussage stellt den planmäßigen Mord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden und den Krieg gegen die Hamas auf eine Stufe und verharmlost dadurch die Gräuel der NationalsozialistInnen.
Ein anderes Plakat bezeichnet die Hamas als Produkt des Staates Israel. Diese Aussage steht im Kontext von antisemitischen Verschwörungstheorien und legitimiert indirekt eine antisemitische Organisation, die den Holocaust leugnet, sich selbst an den Theorien einer jüdischen Weltverschwörung orientiert, und sich den Kampf gegen die BürgerInnen des Staates Israel auf ihre Fahne geschrieben hat.
Auch das Plakat, auf dem der Opferbegriff als Trademark Israels dargestellt wird, ist weit entfernt davon, die Verhältnisse im Nahen Osten angemessen zu reflektieren. Die Aussage, dass Israel seine Opferrolle ausnutzt, reiht sich ein in den Diskurs der rechten und rechtsradikalen HolocaustrelativistInnen. Aus den Jüdinnen und Juden werden dadurch die TäterInnen, und einem antisemitisch motivierten Kampf gegen Israel wird dadurch Recht gegeben.
Man beschäftigte sich in ihrem Kurs mit politischen Themen und sie hielten die Plakate anscheinend auch für ausstellungswürdig, daher haben die Darstellungen die scheinbar autonome Sphäre der Gestaltung verlassen und werden zwangsläufig mit dem Studenten/der Studentin, ihrem Kurs und der FH Gestaltung assoziiert und mit der politischen Sphäre konfrontiert. Daher bitten wir sie um eine Stellungnahme dazu, wie sie zu den auf den Plakaten getroffenen Aussagen stehen und wie es dazu kam, dass sie diese Plakate anscheinend als repräsentativ für Ihren Kurs ansahen. Darüber hinaus würde es uns interessieren, ob innerhalb des Kurses eine Debatte über die zweifelhaften Aussagen überhaupt stattfand.

Eine Kopie dieses offenen Briefes inklusive der fotografierten Plakate wird an VertreterInnen der Presse, den Dekan, die Fachschaft und die Jüdische Gemeinde Würzburgs gesendet.“

Bus nach Dresden

Anlässlich des Nazi-Aufmarsches in Dresden wird es einen Bus von Schweinfurt aus geben. Der Bus fährt Samstag dem 14.2 um 7.00 vor dem DGB-Haus in der Wilhelm-Leuschner-Str. 2 los.
Organisiert ist er ebenfalls von der DGB, dafür aber kostenlos.
Plätze sind noch vorhanden und können bei uns oder direkt bei der DGB-Schweinfurt reserviert werden.

Zusammenfassend. Am Freitag Abend Soliparty im Stadtbahnhof und am nächsten Tag Naziaufmarsch verhindern!

Keine Versöhnung mit Deutschland

Auch dieses Jahr findet in Dresden ein sehr interessantes Spektakel statt, bei dem sich zwei Fraktionen um den besseren, weil jeweils richtigen Erinnerungsdiskurs streiten.

Und so verhält es sich, dass auch dieses Jahr am 13./14. Februar tausende Menschen sich in Dresdnen versammeln werden, um den „deutschen Opfern“ des alliierten Bombenangriffs zu gedenken.
Die Rede ist vom zur Zeit wohl größten Nazi-Aufmarsch in Europa und den Dresdner Bürger_innen.
Was sie eint, ist die Suche nach nationaler Identität und der nicht vorhandene Bruch mit der deutschen Vergangenheit. Die „Erinnerungskultur“ in Dresden und anderswo trägt dazu bei die Ereignisse zum Mythos zu verklären und die Rolle zwischen Täter und Opfer zu verkehren.

Die [A.L.K] unterstützt den Aufruf sowie die Gegenaktivitäten in Dresden
Aufruf der Antifa Venceremos Dresden

Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!
Deutsche Täter_innen sind keine Opfer!

keine versöhnung mit deutschland

Soli Konzert in Schweinfurt

Antifa-Solishow zugunsten von Betroffenen staatlicher Repression
Am 13.12.08 fand in Würzburg unter dem Motto „Mord bleibt Mord“ eine Spontandemonstration statt. Von ca. 100 Personen wurde Solidarität mit griechischen autonomen Aktivisten, die zu diesem Zeitpunkt – ausgelöst durch den von einem Polizisten begangenen Mord am 15-jährigen Anarchisten Andreas Grigoropoulos – offensiv gegen die korrupte griechische Staatsregierung und die damit zusammenhängende Perspektivlosigkeit für die griechische Jugend auf die Straße gingen, bekundet. Nachdem von der Demonstration eine provisorische Straßenblockade der Polizei durchbrochen worden war, machten in der gesamten Würzburger Innenstadt Ordnungshüter Jagd auf Aktivisten. Neun Menschen wurden festgenommen. Gegen sie werden voraussichtlich Verfahren eingeleitet werden. Es traf neun von hundert – gemeint sind wir alle! Wir bekunden unsere Solidarität mit den Opfern staatlicher Repression – der gesamte Erlös der Veranstaltung geht an die anlässlich des Vorfalls in Würzburg gegründete Solidaritätsgruppe.

Für Infos auf den Flyer klicken!
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Soli Demo in Würzburg


Am 13.12.2008 fand in Würzburg eine unangemeldete Spontandemonstration von linksradikalen Gruppen aus Unterfranken statt. Mit einem Fronttransparent, „Gegen Polizeigewalt und Staatsterror. Mord bleibt Mord“ versammelten sich die GenossInnen um 15:00 Uhr am Geschwister-Scholl-Platz. Nach einer halben Stunde und dem ersten anrückenden Polizeiwagen ging es in Richtung Innenstadt. Die Polizei schien mit der Lage überfordert zu sein. So konnten die anfangs zwei Beamten lediglich neben der Demonstration her fahren und die TeilnehmerInnen abfotografieren. Der Demonstrationszug umfasste 70-80 Leute und war damit für unterfränkische Verhältnisse riesig. …..

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